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Augmented Reality in der Intensivpflege

26
Apr

Potenzial von Augmented-Reality-Brillen in der Intensivpflege

XPOMET© zeigt in Leipzig vom 21. bis 23. März 2018 Medizin zum Staunen

Augmented Reality, das Anreichern der Realität, ist eine Technologie zur intelligenten Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung: Informationen stehen schnell und komfortabel zur Verfügung – sie können visuell oder auditiv in das Sichtfeld eingebracht werden. Die Anwendung auf Smartphones oder Tablets ist möglich, doch für den Einsatz in der Pflege sind leichte, bequeme Datenbrillen besser geeignet, um die Hände des Personals frei zu halten.

Die hochtechnisierten Brillen bieten viele Vorteile: Sie unterstützen die Intensivpflege durch orts- und zeitunabhängige Einblendung wichtiger Informationen. Verschiedene Sensorik- und Softwareschnittstellen erlauben die Implementierung spezifischer Lösungen wie Head-Tracker oder Bewegungssensoren. So werden Objekte der realen Welt in Echtzeit erkannt und eingebracht. Die Schnittstellen im pflegerischen Kontext ermöglichen die Übernahme gemessener Vitalparameter in die Pflegedokumentation – deren digitalisierte Form vorausgesetzt, so Heinrich Recken von der Hamburger Fern-Hochschule, der mit Prof. Dr.-Ing. Michael Prilla von der Technischen Universität Clausthal zu diesem Thema auf der XPOMET© referiert.

Derzeit befindet sich das Projekt noch im Frühstadium, Studien zeigen, dass die Akzeptanz des Personals von der tatsächlichen Erleichterung ihrer Arbeit abhängt. Wichtig ist die Beziehung zu den Patienten, deren Distanz durch die Pflegebrille nicht vergrößert werden soll. Die Brille darf den Augenkontakt zwischen allen Beteiligten nicht verhindern.

Artikel von Mirjam Bauer und Michael Reiter

Foto: Vuzix/ Hamburger Fern-Hochschule

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