Site language

XPOMET© FUTURE CARE

XPOMET© FUTURE CARE

Industrialisierung der Pflege

Der Titel der Veranstaltung „Zukunft der Pflege“ hat einen doppelten Bedeutungscharakter: einerseits fokussiert er die Entwicklung der pflegerischen Versorgung, gleichzeitig impliziert er auch die Entwicklung der Profession Pflege. Beide Faktoren stehen miteinander in einem bedingenden Wechselverhältnis. Im Schwerpunkt soll es hier jedoch um die Strukturen der pflegerischen Versorgung und ihre Sicherstellung gehen.
Der Wandel in der Konstellation personenbezogener Versorgungstrukturen wird sich in den kommenden Jahren vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, der Zunahme chronischer Krankheiten und Multimorbidität sowie des Fachkräftemangels in den Pflege- und Gesundheitsberufen verstärken müssen. Die klassischen Versorgungsinstitutionen werden sich den Veränderungsprozessen nicht entziehen können. Die Arbeitsteilung zwischen informell Pflegenden und professionellen Gesundheitsarbeitern wird sich neu justieren, digital und technisch unterstützte Prozesse (Pflege 4.0) versprechen ein Entlastungspotential.
Eine bedarfsgerechte Pflege- und Gesundheitsversorgung bedarf neuer Lösungsansätze. Dabei muss Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen stärker in den Fokus rücken. Die zukünftige Versorgung benötigt intelligente Konzepte und sinnvolle Steuerung und Koordination von Dienstleistungen, die auf die Struktur der jeweiligen Region abgestimmt sind. Ziel: In der Veranstaltung sollen Zukunftsszenarien entwickelt werden, mit welchen Anforderungen an eine technische Unterstützung der Versorgungslandschaft die Herausforderungen angegangen werden müssen und welche Auswirkungen diese auf Strukturen und Arbeitsbedingungen der Pflegeberufe haben.
Keywords: Homecare | Smart Care | Home Care Systems | Home Care Solutions | Home Care Assistance | Ambulatory Care

Showcase-Konstruktion

Es gibt einen Wandel in der Konstellation personenbezogener Versorgung allgemein und vor dem Hintergrund, dass die Versorgungslücke in der Pflege weiter wachsen wird. Einher geht die Entwicklung mit einem Strukturwandel in den Sektoren und mit einem Wandel in der Bewirtschaftung von Gesundheit. Medizinische und pflegerische Versorgung verschiebt sich von primär stationärer Unterbringung und somit vollständiger Fremdversorgung über ambulante Dienste in die Häuslichkeit mit andauerndem individuellem Zurechtkommen bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder chronischer Erkrankung. Betrachtet man den aktuellen Grad des Einsatzes von Mensch-Technik-Interaktion in der Versorgungspraxis in Deutschland, so sind die Handlungserfordernisse vielseitig. Das Erkennen von Krankheiten, Stresssituationen und Bewegungsveränderungen, die Messung von Vitalwerten in Telemedizin und Homecare scheinen zuverlässig möglich, da technische Systeme, Sensorik oder Aktorik immer intelligenter werden. Cloudsysteme und analytische Lösungen versprechen effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität. Neue Lösungen sollen eine bedarfsgerechte Pflege sicherstellen und die Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen erhöhen. Die zukünftige Versorgung benötigt intelligente Konzepte und sinnvolle Koordination die ohne Digitalisierung und Technik in der Pflege nicht zu leisten sein werden. Aktuell ist die zweite Generation der digitalen Technologien verfügbar.
1. Konzept Die Science Station „Zukunft Pflege“ will bei unterschiedlichen Zielgruppen Interesse wecken und das Thema praxisnah vermitteln. Die interaktiven Exponate sollen Schwellenängste abbauen und neben den Inhalten auch Spaß und Begeisterung für den Einsatz moderner „ePflege“ vermitteln. Die Exponate werden ergänzt durch Infotafeln mit zusätzlichen Hintergrundinformationen. Besucher jeden Alters und jeder Vorbildung können durch Ausprobieren den wissenschaftlichen und praktischen Nutzen einer zukunftsfähigen Arbeit in der Pflege selbst erleben.
2. Ausstellungsinhalte Die Ausstellung zeigt wegweisende Exponate mit hohem Zukunftspotenzial und richtet sich an Teilnehmer*innen aus Industrie, Wirtschaft, Forschung, Versorgungseinrichtungen, Kommunen, Ausbildung und Entscheider.

Think Tank - Zukunft der Pflege

1. Methode Der “Think Tank Zukunft der Pflege“ will bei unterschiedlichen Zielgruppen Interesse wecken und das Thema praxisnah vermitteln. Dazu wird die Methode des World-Cafés genutzt. Eine World-Café-Konferenz wird von einem Moderator geleitet und dauert je nach Bedarf zwischen zwei und 3 Stunden. Zu Anfang führt der Moderator in Thema und Ablauf ein. Dann diskutieren die Teilnehmer an Themeninseln vorgegebene Fragestellungen. Café-Gespräche sind eine einfache Methode, um ein lebendiges Netzwerk kooperativen Dialogs zu kreieren. Café-Gespräche sind auch eine provokative Metapher, die es ermöglicht, neue Wege zu erkennen. Die Methode sorgt dafür, dass sich die Teilnehmer*innen schnell und ohne Berührungsängste treffen, kennen lernen und austauschen können. Voraussetzung für das Gelingen sind engagierte Teilnehmer, eine Leitung bzw. Begleitung durch den Tagungsleiter, Themenverantwortliche (sog. „Facilitation“), die richtigen Fragen und das passende Setting. Die Durchführung erfolgt in einen Raum mit ausreichendem Platz für idealerweise runde Stehtische oder an Moderationswänden mit jeweils maximal 30 Teilnehmer*innen. Zwischen den Tischen sollte aus Gründen der Akustik und Bewegungsfreiheit genügend Platz vorhanden sein.
Der Ablauf beginnt mit einer Begrüßung und Erläuterungen zum Ablauf, zur Etikette und zur Rolle der Themeninseln. Wichtig ist, dass die Teilnehmer verstehen, wie viele Fragen es gibt, die in aufeinanderfolgenden Gesprächsrunden von 20 Minuten an allen Tischen gleichzeitig besprochen werden. Die Teilnehmer schreiben, zeichnen und kritzeln in jeder Runde das Wichtigste auf die Moderationskarte.
Nach dem Ende der ersten Gesprächsrunde bleibt der an der Themeninsel verantwortliche als "Moderator" sitzen, während die anderen zu "Reisenden" werden oder zu "Meinungs-Botschaftern" und zur nächsten Themeninsel wechseln. Darüber hinaus muss die Dokumentation und Ergebnissicherung geplant bzw. vorbereitet werden. Die Dokumentation soll helfen, die Ergebnisse für die weitere Vertiefung fruchtbar zu machen. Auch für eine Abschlussrunde soll die Dokumentation herangezogen werden, um zu prüfen, inwieweit die Teilnehmer im Verlauf abweichende bzw. weiterführende Erkenntnisse gewonnen haben oder ob sich die Ergebnisse bestätigen.
Ergebnisse: Pro Tisch entsteht eine visuelle Landkarte oder Mind Map des bearbeiteten Themas.
2. Inhalte Im Rahmen einen Zukunftsszenarios werden die Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung benannt und Lösungsmöglichkeiten durch technische Unterstützung diskutiert. Der Think Tank strukturiert sich in 3 Phasen. Die Moderation übernimmt Heinrich Recken (Hamburger Fern-Hochschule)
2.1 Eingangsreferate
  • Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft – Ausgewählte Ergebnisse im Schwerpunkt Pflege aus dem Digitalisierungsbarometer (Ingolf Rascher / AAL Akademie)
  • Zukunft der Pflege - (Bertelsmann Stiftung, NN, Angefragt)
2.2 Sektoren der pflegerischen Versorgung Werden differenziert in 4 Themeninseln:
  • Ambulanter Bereich/Tagespflege: Moderator Vahap Canbay – Geschäftsführer KUSEP Kultursensible Pflege GmbH
  • Stationärer Pflegebereich/Übergangspflege: Moderator Stefan Welbers Einrichtungsleitung Seniorenzentrum Gute Hoffnung
  • Krankenhauspflege: Moderatorin Dana Lützkendorf Krankenschwester Charité Berlin
  • Pflegerische Versorgung von Menschen mit Behinderungen: Moderator Roman Helbig Pflegedienstleiter eines ambulanten Pflegedienstes in Hannover
Diskussion und Zusammenfassung durch Befragung der Moderatoren der Themeninseln.
2.3 Zusammenfassung / Ausblick Der Abschluss besteht aus einer moderierten Podiumsdiskussion mit Beteiligung des Plenums unter der Fragestellung: Was bedeutet dieser Veränderungsprozess für die Qualifikation und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Teilnehmer:
  • Markus Mai Präsident Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (angefragt)
  • Grit Genster Gewerkschaft ver.di Leiterin des Bereichs Gesundheitspolitik (angefragt)

Beiräte, Schirmherren & Ambassadors